Praxis für Krankengymnastik, Andrea RoschePraxis für Krankengymnastik
Andrea Rosche
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Praxis für Krankengymnastik
Andrea Rosche


Am Kleinbahnhof 7a
66740 Saarlouis

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Gesundheitsnachrichten

Mit Bewegungsübungen die Mobilität verbessern und Stürzen vorbeugen

Institut für Integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke sucht erneut Probanden über 65 Jahre für deutschlandweit angelegte Studie zur Sturzvorbeugung

Wie können Bewegungsübungen die Mobilität und Beweglichkeit älterer Menschen verbessern und somit Stürze im Alter verhindern? Dieser Frage möchte das Institut für Integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke (UW/H) in der deutschlandweit angelegten ENTAiER-Studie nachgehen. Der Fokus liegt hier auf Bewegungsübungen wie Tai Chi und Eurythmie. Das Institut sucht hierfür ab dem 30.07. Teilnehmende, die über 65 Jahre alt sind und ein Jahr lang an der Langzeitstudie mitwirken. Die Übungen richten sich speziell an Menschen mit Vorerkrankungen, die bereits ein erhöhtes Risiko für Stürze haben.

Durch die Untersuchungen sollen die Sturzrisiken erkannt und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, wie Bewegungsübung zukünftig im Gesundheitssystem berücksichtigt werden können. Die ENTAiER-Studie soll darüber hinaus Informationen liefern, ob sich Änderungen zeigen bei den Verletzungen durch Stürze, bei der Angst vor Stürzen, bei den Erledigungen von Alltagstätigkeiten, bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie mit Blick auf die Stimmung und Kognition der Probandinnen und Probanden. Auch geht es dabei um Verletzungsrisiken, aber auch um die Frage, ob Patientinnen und Patienten die Übungen gerne machen.   

Unter allen Teilnehmenden werden Personen nach ihrem Sturzrisiko ausgesucht und zufallsgeneriert einer Übungsgruppe zugewiesen. Für die etwa einstündigen Untersuchungen steht ein Ärzte-Team zur Verfügung. Alle Teilnehmenden werden gebeten, jeden Tag Eintragungen in ihr Übungsheft vorzunehmen und regelmäßig an Übungsgruppen teilzunehmen, die in den ersten drei Monaten zweimal die Woche und in den anschließenden drei Monaten einmal die Woche für eine Stunde stattfinden. Die Übungsorte sind in der Tai Chi-Schule von Art Krämer im Zentrum von Dortmund und ein weiteres Zentrum in Herdecke ist in Planung

Informationen finden Interessierte auf folgender Website: www.uni-wh.de/entaier
Interessente können sich auch telefonisch oder per Mail informieren und anmelden: 02302/926-38040 bzw. entaier@uni-wh.de


CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion erfolgreich therapieren.

Was ist eine Craniomandibuläre Dysfunktion?

Unter einer CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) versteht man ein vielschichtiges Krankheitsbild, das eine Fehlfunktion von Schädel ( Cranio- ) und Unterkiefer (-mandibulär ) zueinander und/oder zum Wirbelsäule-Becken-Komplex beschreibt. Als Symptome treten z.B. Kiefergelenkknacken beim Öffnen oder Kauen des Kiefers, Zähneknirschen oder Zähnezusammenpressen, abgekaute Zähne, herausgebrochene Zahnhälse, Kieferverspannungen beim morgendlichen Aufwachen, Tennisarm obwohl man gar kein Tennis spielt, Tinnitus, Ohrschmerzen, Migräne, Nackenbeschwerden bis hin zu Leistungsminderung bei Spitzensportlern auf. Aber auch Nackenverspannungen und schmerzhafte Haltungsschäden wie z.B. ein Beckenschiefstand können Symptome einer CMD sein. All diese Symptome können ein Hinweis darauf sein, dass „der Biss nicht stimmt“. Hier genügen oft schon wenige Millimeter Abweichung von der optimalen Positionierung – und es kommt in diesem hochsensiblen System zu Beeinträchtigungen und Störungen.
Die Untersuchung

Beim Verdacht auf Vorliegen einer CMD erfolgt zunächst in der Zahnarztpraxis eine umfangreiche Untersuchung der Mundhöhle, der Kiefergelenke und Kaumuskulatur (manuelle Funktionsanalyse) sowie deren Einfluss auf den Wirbelsäulen-Becken-Komplex (Meersmann Test). Modelle der aktuellen Bisssituation werden erstellt und mit einem vorläufigen – weil verspannte Kaumuskulatur – Biss in einen Kaubewegungssimulator (Artikulator) eingesetzt. Hier können die individuellen Beziehungen innerhalb der Mundhöhle analysiert werden. Gegebenenfalls werden wir Sie zusätzlich an einen anderen Spezialisten in unserem CMD-Netzwerk verweisen.
Wie wird eine CMD erfolgreich therapiert?

Behandlungserfolg in 6 Schritten:

  • Sichere Diagnose und Behandlung einer CMD
  • Computergestützte Funktionsanalyse
  • Kontrolle des Bewegungsapparates
  • Fehlstellung im Gebiss erkennen
  • Therapien für Bisslageabweichungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Orthopädie, Physiotherapie und Zahntechnik

Die Therapie

Die CMD Therapie erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Spezialisten der unterschiedlichen Fachdisziplinen: Zahnarzt, Physiotherapeut, Orthopäde, Osteopath und ggfs. auch Psychosomatiker. Die vielschichtigen Ursachen der CMD müssen dementsprechend behandelt werden.

Das Ziel der CMD Behandlung ist die Wiederherstellung des individuellen Bisses und die Harmonisierung des CMD Systems mit dem Rest des Körpers. Diese tritt im Laufe der Therapie oft wie von Selbst auf, die Therapeuten bieten mit ihren Behandlungen Hilfe zur Selbsthilfe – machen sozusagen den Weg frei – , und der Körper heilt sich selbst.

Nach einer ausführlichen Befundaufnahme wird vom Zahnarzt oft eine spezielle CMD Schiene hergestellt. Die im Kaubewegungssimulator montierten Modelle ihrer Zähne erlauben uns eine auf Ihre aktuelle Situation hin angepasste Aufbissschiene herzustellen. Jede Situation erfordert eine andere Art der Schienenherstellung.

Die Schiene soll ihre Kaumuskulatur – zu der übrigens auch Ihre Nacken- und Wirbelsäulenmuskulkatur gehört – in einen entspannten Zustand überführen: Das Kiefergelenk und Ihre Muskulatur „heilen“ sich im Endeffekt selbst – WIR (mit unserem Netzwerk in Hannover) machen den Weg dazu frei. Hierbei greifen alle Fachgebiete ineinander: Der Orthopäde oder der Physiotherpeut kann zwar durch Fehlbiss hervorgegangene Beschwerden durch Einrenken oder Massage lindern; ohne eine konsekutive Fehlbissbehandlung werden die Beschwerden jedoch bald wieder auftreten. Andererseits kann eine über eine Schienentherapie gefundene Bisslage nur dann stabil bleiben, wenn orthopädische Probleme während der Behandlung gelöst werden.

Nach erfolgreicher Schienentherapie und Neukoordinierung der Körpermuskulatur sollte die erreichte stabile Bisslage auf der Schiene durch Füllungen, Kronen oder Kieferorthopädie dauerhaft stabilisiert werden.

Kurz gesagt: Die gesamte Therapie dient der Neupositionierung des Unterkiefers mit Beseitigung der funktionellen Störungen. Erst dadurch erhalten die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur die Möglichkeit zur Regeneration und die Wirbelsäule wird in Folge in ihrer gesamten Länge entlastet.


Fit am Schreibtisch - „unsichtbares“ Workout für Zwischendrin

Fit am Schreibtisch - „unsichtbares“ Workout für Zwischendrin

Keine Chance für Nacken- und Rückenprobleme: Wer am Schreibtisch arbeitet, kann trotzdem effektive Übungen in seinen Arbeitsalltag integrieren, um Beschwerden vorzubeugen oder zu lindern. „Es gibt eine Reihe von Übungen, die kaum sichtbar und überall durchführbar sind“, sagt Ute Repschläger, Physiotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK e. V.). „Schon mit einem kleinen ,Workout‘ können die wichtigsten Muskelgruppen aktiviert und trainiert werden.“

Die Schreibtischarbeit ist auf dem Vormarsch. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland gehen einer Bürotätigkeit nach, das sind 14,8 Millionen Menschen, Tendenz steigend, belegt die Statistik herausgegeben vom Institut der deutschen Wirtschaft. Während der Corona-Pandemie hat sich für viele die Arbeit ins Homeoffice verlagert. Nicht immer genügt der heimische Arbeitsplatz ergonomischen Anforderungen. Umso wichtiger ist es daher, einen Ausgleich zu schaffen.

Wegen der einseitigen Belastung der Muskulatur kommt es bei der Schreibtischarbeit oft zu Schmerzen im Nacken und im Rücken. Der allgemeine Bewegungsmangel kann zudem weitere gravierende Folgen haben wie etwa Bandscheibenvorfälle oder Osteoporose und sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Weitere gesundheitliche Folgen sind Bluthochdruck, Diabetes TYP 2 und Übergewicht.

„Wir Physiotherapeuten empfehlen spezielle Übungen für die Halswirbelsäule und Schultern, aber auch ein Kräftigungsprogramm für die weiteren wichtigsten Muskelgruppen“, sagt Repschläger. „Neueinsteigern“ rät sie, sich lieber ein kleines Programm vorzunehmen, das dann aber regelmäßig durchzuführen. Ein festes Zeitfenster oder auch ein gestellter Timer können an die kleine Bewegungseinheit erinnern. „Studien belegen, dass Bewegung am Arbeitsplatz positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat“, berichtet Repschläger. „Und jeder Einzelne wird für sich feststellen, dass sich das persönliche Wohlbefinden zunehmend verbessert“, wirbt die erfahrene Physiotherapeutin für das Zwischendrin-Workout.

Übungen:

„Workout“ im Sitzen

Halswirbelsäule

Setzen Sie sich aufrecht an eine Wand, der Hinterkopf ist an der Wand angelehnt. Der Kopf macht nur eine kleine Nickbewegung, sodass ein Doppelkinn entsteht und der Hinterkopf an der Wand noch oben gleitet. Der Hinterkopf löst sich dabei nicht von der Wand. Während der Übung sollte eine Spannung im vorderen Halsbereich zu spüren sein. Die Spannung acht Sekunden halten, acht Sekunden pausieren und drei bis fünf Durchgänge ausführen. Die Übung stärkt die vordere Halsmuskulatur.

Trizeps

Oberarmstrecker: Die Unterarme parallel auf die Platte legen, Hände flach, die Finger zeigen nach vorn. Pressen Sie die Unterarme kräftig gegen die Unterlage. Die Spannung halten für mindestens acht Sekunden, dann acht Sekunden Pause. Die Übung zwei- bis dreimal wiederholen. Noch unauffälliger: Die Unterarme jeweils auf den gleichseitigen Oberschenkel legen.

Bizeps

„Stille Denkerpose“: Beugen Sie den rechten Arm vor dem Körper, Ober- und Unterarm bilden etwa einen 90-Grad-Winkel. Legen Sie die linke Hand von oben in die rechte und drücke beide mindestens acht Sekunden lang kräftig gegen einander. Auf der anderen Seite wiederholen. Zwei bis drei Durchgänge pro Seite.

Schulter

Setzen Sie sich in einen Stuhl mit Armlehnen. Legen Sie die Unterarme von innen dagegen. Drücken Sie die Arme nun kräftig zur Seite beziehungsweise gegen die Lehnen. Spannungsposition acht Sekunden halten, ebenso lange pausieren. Zweimal wiederholen.

Dehnung Brustbereich

Verschränken Sie die Arme hinter dem Kopf, die Ellenbogen zeigen nach außen, und lehnen Sie sich im Bürostuhl nach hinten. Tief ein und ausatmen, es sollte eine Dehnung in der Brust zu spüren sein.

Adduktoren

Training der Schenkelinnenseiten: Nehmen Sie Ihre Aktentasche, ein Telefonbuch oder einfach nur beide Fäuste und klemmen Sie sie zwischen die Oberschenkel. Pressen Sie nun die Oberschenkel kräftig zusammen. Die Spannung acht Sekunden halten. Dann kurz entspannen und zweimal wiederholen.

Workout im Stehen

Zehenstand

Stellen Sie sich aufrecht hinter den Bürostuhl, halten sich an der Rückenlehne fest und drücken sich auf die Zehenspitzen hoch. Das ist auch in der Küche zum Beispiel beim Warten auf Teewasser oder am Kopierer möglich.

Diese Übung kräftigt die Wadenmuskulatur, beeinflusst den venösen Rückfluss und aktiviert den gesamten Organismus.

Kniebeugen

Die Beine werden Hüftbreit auseinandergestellt, das Gesäß geht nach hinten unten, so als wenn man sich auf einen Stuhl setzen möchte. Bei Kniebeugen und Zehenstand sollten die Muskeln „brennen“, also ordentlich belastet werden, um den größten Effekt zu haben.

Po

Durch ständiges Sitzen werden die Gesäßmuskeln nur wenig beansprucht. Als Übung kann man sich vorstellen, mit den Gesäßhälften eine Münze festhalten zu wollen: Beide Pobacken acht Sekunden lang fest zusammenkneifen und acht Sekunden entspannen. Diese Übung lässt sich mehrmals täglich durchführen.

…und einige weitere Tipps

Gehen

Wer einen Bürojob hat, kommt häufig nicht mal auf 2.000 Schritte täglich, empfohlen werden jedoch mindestens 10.000 Schritte täglich. Nutzen Sie den Weg zur Arbeit: Mit dem Rad fahren oder wenn möglich zu Fuß gehen. Stellen Sie sich beim Telefonieren hin oder gehen mal auf und ab.

Atemübungen

Atemübungen können Stress abbauen und Verspannungen lösen. Oft atmen wir nur in einen Teil der Lunge. Sinnvoll ist es, das ganze Zwerchfell zu benutzen. Das tiefe Ein- und Ausatmen kann durch eine Kontaktatmung verinnerlicht werden. Legen Sie dazu eine Hand auf den Brustkorb und eine Hand auf den Bauch. Atmen Sie tief ein, dabei spüren Sie, wie sich der Abstand der beiden Hände zueinander vergrößert. Beim Ausatmen wird der Abstand der beiden Hände automatisch wieder kleiner. Mehrmals tief ein- und ausatmen, zur Entspannung die Ausatmungsphase verlängern.